Friday, June 8, 2007

Im Auftrag der Schönheit - Produkte im Schminktantentest

Der Sommer ist da!
Röcke und Hosen werden kürzer, wir haben unser Bestes für die Bikinifigur 2007 getan und nun plagt uns das nächste Problem: irgendwie wachsen plötzlich die Härchen an den Beinen viel schneller - liegt das am Treibhausklima? Tja, und die Frisur macht bei 30°C im Schatten auch ziemlich schnell den Abgang...aber ständig nur Mütze tragen??? Die Kosmetikindustrie schafft da natürlich sofort Abhilfe und schmeißt tausenderlei Kleinigkeiten auf den Markt. Frau könnte glatt meinen, daß ihre Gedanken und Wünsche erhört wurden. Ich habe mich also todesmutig in den heimischen Drogeriemarkt gewagt und für mich und Euch 2 Produkte gekauft und selbstverständlich getestet. Beide Sachen sind für Haare, wobei Wella für mehr Volumen auf dem Kopf sorgen soll und Veet eher die Bekämpfung unschöner Körperbehaarung im Sinn hat.

Test 1: VEET Kaltwachsstreifen zur Enthaarung von Beinen, Achseln und Bikinizone
Schon die Packung verspricht mir lang anhaltende glatte Haut in nur wenigen Minuten...und das im Supersparpack mit 40 gebrauchsfertigen Streifen und 4 Pflegetüchern (man weiß ja nie) für die normale Haut (hab ich an den Beinen normale Haut?...mh...ich denke schon.) Ach ja, für besonders kurze Haare sollen die Dinger auch geeignet sein. Also denn...
Ab in die Wanne, ordentlich wässern und während die Maske in meinem Gesicht antrocknet, lese ich aufmerksam die Gebrauchsanweisung. Easy! Ich freue mich auf aalglatte, samtweiche Haut ohne nerviges Nachrasieren...den ganzen Sommer lang.
Meine Haut ist nun sauber, trocken und fettfrei. So solls sein... wie es auf der Packung steht, erwärme ich den ersten Streifen zwischen meinen Handflächen... auseinanderziehen... auf die Haut legen...10 Sekunden in Wuchsrichtung glatt streichen.21, 22, 23, 24... Haut straffen und den Streifen mit nur einer schnellen Bewegung gegen die Haarwuchsrichtung flach an der Haut entlang abziehen... RATSCH! ..?$§%*?"%?.... AUA!!!!!!
Der Schmerz ist zwar nur kurz, aber dafür umso heftiger. Kurz vor der Ohnmacht betrachte ich mein Werk... Was ist das??? Ein paar Haare habe ich tatsachlich ausgerissen...alle anderen scheinen mich von meinen Beinen aus anzugrinsen und mir zuzurufen "Uns kriegst Du nicht - uns kriegst Du nicht!"
Hab ich was falsch gemacht? (Grübel... nochmaliges Lesen der Gebrauchsanweisung)
Na gut...Anfängerpech. Gleich nochmal...Erwärmen, auflegen, glattstreichen, straffen und...RATSCH!
Haaaaaaaaa... das geht schon besser (Schmerzfetischisten sollten die Dinger unbedingt mal ausprobieren, ihr werdet begeistert sein). Aber warum zum Geier enthaart der Streifen mein Bein nicht?
Nach 20 Minuten und 6 Streifen ist mein rechter Unterschenkel rot,wie der aktuelle Chanel-Lippenstift und brennt wie Feuer. Sogar 7,35 Härchen kleben in den Kaltwachsstreifen. Ich gebe auf. Das Pflegetuch aus der Packung beruhigt meine Haut ein bißchen und entfernt Klebereste... 2 Stunden später habe ich fette rote Streifen an meinen Beinen und werde mein Bein den restlichen Tag mit wachsender Besorgnis betrachten und kühlen und feststellen, daß ich mir zusätzlich zu meinen 7,35 Härchen die Haut gleich mit entfernt habe. An wem bitte haben die Leute von Veet die Teile ausprobiert, frage ich mich und beschließe, am nächsten Tag das andere Bein zu "wachsen"...dieses Mal vor dem Duschen.
Tag 2 der Testphase ... linkes Bein. Argwöhnisch betrachte ich die Kaltwachsstreifen, meine Beine, die Härchen daran und alle blicken erwartungsvoll zu mir zurück. Ich habe einen Plan! Mit dem Föhn erhitze ich vorsichtig die Streifen mit dem klebrigen Wachs... the same procedure... RATSCH!
Huuuuuuuuuuuuuuuuuuuu..... #%$§"?' Also der Schmerz ist schonmal der Gleiche.
Tapfer beiße ich die Zähne zusammen und begutachte das Ergebnis.
Na bitte...wer sagt's denn! Übung macht den Meister - ich habe 2,1 Härchen mehr als gestern von meinem Bein gerissen. Ermutigt von meinem grandiosen Erfolg erwärme, streiche und rupfe ich weiter.
Tatsächlich lassen sich die Haare besser entfernen, als bei warmer, aufgeweichter Haut. So richtig zufrieden bin ich allerdings nicht, denn die Werbung verspricht die kinderleichte Handhabung und in kürzester Zeit glatte Haut. Wobei ja auch jeder "kurz" anders definiert.
Die restlichen Härchen entferne ich wieder mit dem guten alten Rasierer und will mir gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn ich mich auch noch an Achseln und Bikinizone versucht hätte. Beim nächsten Mal werde ich wohl professionelle Hilfe in Anspruch nehmen - will jemand meine übriggebliebenen, unbenutzten Kaltwachsstreifen haben ;-) ?

Test 2: Wellaflex 2 Tages-Volumen-Föhn-Spray
Alle, die wie ich sehr feine Haar haben, kennen das: Haarewaschen, föhnen... und der Look hält maximal einen halben Tag - danach hängen die Schnittlauchlocken wieder aalglat am Kopf herunter und es bleiben ganze 2 Optionen: neu waschen und frisieren oder Zopfgummi aus der Tasche und die Plattfrisur zuammenknoten, damit's nicht so auffällt.
Wella verspricht mit "Flex' Volumen Depot" bis zu 2 Tage Volumen voller Lebendigkeit. Naja, wir werden sehen...
Die kleine Flasche mit der Föhnlotion ist praktisch, auch zum Mitnehmen, wenn man auf Reisen geht und läßt sich prima ins nasse Haar sprühen.
Auf die Bürste, fertig los!
Mit meiner Föhnfrisur bin ich zufrieden und jetzt mal sehr gespannt, wie lange die Pracht halten mag.
Begeisterung macht sich breit - auch am Abend liegen die Haare noch so, wie sie sollen... und am nächsten Morgen... hey... normalerweise entsteige ich meiner Schlafstatt eher als Double von Guildo Horn und bin umso überraschter, als ich verschlafen in den Spiegel gucke und feststelle, daß tatsächlich noch Frisur "übrig" ist.
Dieses Produkt kann ich Euch wärmstens empfehlen. Die 2-Tages-Volumen-Serie hält, was sie verspricht. Es gibt die schon erwähnte Fohnlotion, 2 unterschiedlich starke Schaumfestiger und Haarspray in 2 Stärken.
Das Haarspray steht für den nächsten Einkauf bereits auf der Liste!

Meine lieben, aber leider so schweigsamen Leser/innen!
Wer von Euch ähnliche oder andere Erfahrungen gemacht hat, der teile sie mir doch bitte im Kommentar mit. Auf Eure Tipps und Ratschläge freue ich mich sehr!


mariasimoneidejhs

Tuesday, May 29, 2007

Die Piraten sind los!

Heiss ersehnt und lang erwartet war er...jedenfalls von mir... der Kinostart von "Fluch der Karibik 3". Selbstverständlich saß ich mit Cola und Popcorn nebst meiner besseren Hälfte am vergangenen Samstag im Kino und fieberte gespannt den Fortgang der Geschichte um Captain Jack Sparrow und seiner Mannschaft entgegen.

Als Schminktante war ich natürlich ebenso neugierig auf die Arbeit der Maskenbildner, die ja bereits in den ersten 2 Teilen ganze Arbeit zu leisten hatten. Für alle, die das noch nicht wußten oder einfach nicht "vom Fach" sind:
Make up Artists unterscheiden sich ganz grundlegend von Maskenbildnern. Während Make up Artists vorwiegend bei Fashion, Werbeung- und Beautyproduktionen anzutreffen sind, arbeiten Maskenbildner in erster Linie für Theater, Film und Fernsehen. Ihre Ausbildung legt viel Wert auf handwerkliches Geschick.
Denn als Maskenbildner muß man sich mit Dingen, wie Prosthetik, Perrückenherstellung, Glatzen (ja, ja....ich weiß... :-) ), Gipsabdrücken, Zahnbau, Wunden, Narben und vielen anderen Dingen auseinandersetzen, während ein Make up Artist in seinem Beruf mit derlei Dingen weniger konfrontiert ist (arbeitet er doch weitestgehend korrektiv, kreiert Trend Make up's und frisiert die Köpfe der Models).

"KLAR SOWEIT?" ;-)

Zusammenfassend kann ich berichten, daß auch der 3. Teil hält, was er verspricht! Großartige Masken und Kostüme, atemberaubende Stunts, unglaubliche Visual Effects, grandiose Darsteller (okay...lassen wir das Schmollschnütchen von Keira Knightley mal außen vor, aber Orlando Bloom ist ein echtes Sahneschnittchen und Johnny Depp wiedermal in Hochform und nicht zu vergessen der Gastauftritt von olle Keith Richards als Paps vom Captain), hammermäßige Musik (alle Fans von Hans Zimmer werden begeistert sein) ... und das Beste: dieser Film nimmt sich glücklicherweise nicht wirklich ernst und so gibts auch dieses Mal ordentlich was zu lachen!

Kleiner Tipp: alle, die weder den ersten noch den zweiten Teil gesehen haben, sollten das vor dem Gang ins Kino dringend nachholen. Ihr habt mehr davon, wenn Ihr einen der beiden Vorgänger kennt!









Und weil Schatzsucher, Piraten und Totenköpfe in diesem Sommer dermaßen "en vogue" sind, hat sich die Firma Peek & Cloppenburg passend zum Film etwas ganz Besonderes einfallen lassen - P&C läßt nämlich die Piraten los und hat eigens eine kleine Kollektion für alle Fans und Großstadtpiraten kreiert. T-Shirts und Schals für Sie und Ihn. Tolle Muster und natürlich: Totenköpfe satt! Erhältlich in vielen P&C-Häusern seit dem 14. Mai 2007.






mariasimoneidejhs

Saturday, May 26, 2007

BARBARA ist Germanys Next Topmodel


Was habe ich am Donnerstag am Fernseher mitgefiebert... nachdem ich ja nun donnerstäglich doch wieder vor der Glotze gelandet bin, mußte ich mir schließlich auch den Ausgang des Schönheitsgemetzels ansehen.

Alle meine heißen Favoritinnen sind im Finale gelandet. :-)

Eigentlich warfür mich klar, daß Hana das Rennen machen würde. Sie war von allen 3 Mädels Diejenige, die am meisten die Modelqualitäten hat. Allerdings hat sie meiner Meinung nach zwar ein wunderschönes, aber auch sehr austauschbares Gesicht...es gibt so viele Models, die "Typ Hana" sind. Außerdem hatte sie sich's bei mir schlußendlich doch mit ihren kleinen und immer größer werdenden Starallüren verscherzt. Ich kenne nicht viele Models, die mit derartigen Zickereien Erfolge feiern und hoffe für Hana, daß ihr jemand ordentlich an den Hammelbeinen zerrt, damit sie nicht abhebt.

Anni war bereits ganz am Anfang mein Geheimtipp. Mit ihrem Tempreament und ihrer Frische war ich augenblicklich von ihr eingenommen. Außerdem ist sie (wie ich) ein Mädel aus'm Osten und ein bißchen Lokalpatriotismus muß an dieser Stelle erlaubt sein :-)!
Leider muß man aber auch den Tatsachen ins Auge schauen - schließlich geht es nicht um Sympathien, sondern um das Zeug zum Topmodel. Eine, die weltweit in die Fußstapfen von Heidi, Claudia, Eva oder Nadja treten und es mit Kate & Co. aufnehmen kann. Und ich mußte mehrfach feststellen, daß Anni's Haut ein bißchen zu wünschen übrig läßt, was die Feinheit anbetrifft... Daß Anni zwar wandelbar ist, leider aber noch nicht wirklich verschiedene Mimiken draufhat... Daß sie zwischendrin einige Probleme hatte, ihren Kolleginnen irgendetwas zu gönnen (was sie sich glücklicherweise schnell abgewöhnt hat, indem sie sich allein auf ihren Weg konzentrierte...was ich dann widerum mit einem dicken Plus gewertet habe). Alles in allem ist Anni eine von denen, die sich in all den Wochen extrem weiterentwickelt hat, so daß es ihr nur zu gönnen ist, als "Fize-Next-Topmodel" eine Traumkarriere hinzulegen.
Barbara...Barbarella...Barbara - intelligent, eloquent, bescheiden, wunderschön, wunderwandelbar! Verdient unser neuer deutscher Modelexport und Germanys Next Topmodel!!! Zwischendrin zeigte sie immermal wieder Schwächen und wie auch die Jury zurecht bemerkte, war kaum zuglauben, daß Barbaras Atem und Kraft bis zum Finale reichen könnte..hat er aber.

Rothaarige Mädchen sind auf dem Modelmarkt zunehmend stärker vertreten..rangieren sogar auf Topmodelplätzen (siehe Supermodel Lily Cole, deren Ebenbild uns Babs ja fast ist), vergessen wir mal nicht die rothaarige Schönheit aus dem Eichinger-Kinokassenknüller "Das Parfum".

Deshalb auch von Schminktanten-Seite:

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, liebe Barbara! Du hast diesen Titel zu Recht verdient und ich wünsche Dir für den Weg, den Du jetzt beschreitest, eine Menge Kraft und Mut.

Übrigens: Wenn jemand weiß, wo das Topmodel aus dem letzten Jahr Lena Gercke, abgeblieben ist, erbitte ich Infos. Es ist zu schade, daß man nach ihrer "Ernennung" 2006 so rein gar nichts mehr von ihr gesehen oder gehört hat.

Heidi, Bruce und Peyman - 1000 Dank für Eure Präsenz auch in dieser Staffel...für bissige Kommentare, für Halbnervenzusammenbrüche, hochgezogene Augenbrauen und andere Eigenheiten. Ich habs genossen, verteufelt, mich mitgefreut und mitgelitten, geschimpft und gelacht und jeden Donnerstag vor der Glotze gehockt (wußte ich doch irgendwann: "Das ist DER Wahrheit!").

Und zum Schluß noch an Boris:
"Tuschen, tuschen, tuschen!" - Besser hätte ich's nicht sagen können. Du sprichst mir damit aus der Make up Artist-Seele!!! Und beim nächsten Mal, wenn Du ne gute linke und rechte Hand brauchst: Du weißt ja, wo Du mich findest ;-))).


mariasimoneidejhs

Monday, May 14, 2007

Sing Swing Sing...

Sie ist da!
Für alle Eurovision Songcontest-Fans und auch für alle, die vorhaben, es noch zu werden, aber den Grand Prix in diesem Jahr verpaßt haben:
Die brandaktuelle CD mit allen Titeln des Grand Prix bzw. des Eurovision Songcontest kann man jetzt kaufen. Ab damit in den Player und besonders bei Verka Serduchka und unserem Goldschatz Roger Cicero LAUT aufdrehen und mitsingen!!! Macht garantiert gute Laune!


mariasimoneidejhs

Saturday, May 12, 2007

Europäische Katastrophe

Meine Lieben,
nachdem ich mich jetzt einige Tage in Schweigen gehüllt habe, ist es an der Zeit, mal wieder ein Statement
abzugeben.
Fassungslos sitze ich vor dem Fernseher und verfolge die serbische Metamorphose Daniel Küblböck's (okay...mal abgesehen von ihren stimmlich tatsächlich vorhandenen Talenten...aber wir sind hier schließlich im
Schminktanten-Blog und da darf ruhig über Äußerlichkeiten gelästert werden).
Neben der hammergeilen Show, die die Finnen da abgeliefert haben, gab es ja musikalisch wirklich auch ein paar richtig gute Sachen. Und dann gewinnt da wieder etwas, das mein Liebster als "Schnullimusik" bezeichnen würde.


Aber ich bin ja hier schließlich nicht als DSDS-Talentscout unterwegs (Didi Bohlen möge es mir nachsehen), sondern im Namen stilsicherer Schönheit aus dem Schminktigel.

Deshalb an dieser Stelle "The Results of the Schminktanten Jury":




1. Serbien

Was die Sängerin zwar an Stimme aber nicht an Schönheit hatte, konnten leider auch die Backroundmädels mit ihren riesigen Außenwellen nicht rausholen (O-Ton meiner besseren Hälfte:"Wenigstens haben sie ausreichend Lockenstäbe eingeackt!")



2. Ukraine


"Sieben, sieben ei lu lu, eins, zwei"...so viel Blödsinn ist schon wieder großartig. Skurril und lustig. Ein toller Look,der zur Musik wie zur Performance super paßte. Ein dickes Sternchen für diese Jungs!!! Das als Klingelton für den Wecker und ich bin morgens garantiert sofort wach.



3. Russland


Halleluja...sinnliche Luder in Schuluniform...Sex sells...da gehen die Russen voll ab...(aber zum Siegen hats dann trotzdem nix g'nutzt!)




4. Türkei


"The 4 Living Extentions"... meine Güte, was haben die Hupfdohlen ihre Köpfe geschleudert...und die Hairstylisten hinter der Bühne bestimmt gebibbert, daß alles hält. Was mich spontan zu einem neuen Slogan inspiriert 'Tanzeinlage zum Grand Prix - Der Haarschopf sitzt'...




5. Bulgarien


Ich muß was zum Titel sagen...der war echt klasse. Aber das Make up der Sängerin..??? Huuuu..grusel...




6. Weißrußland


Gott sei dank war der Typ auf der Brust wenigstens rasiert... die Looks der Models in seinem Video sind trotzdem sehr gut.



7. Griechenland


Ricki Martin läßt grüßen...mehr gibts dazu dann aber auch nicht zu sagen.



8. Armenien


Was haben die sich bloß bei dem Klopapierbaum gedacht? Kleenextücher für all den Schmalz? Und das Filmblut unterm 7oer Jahre-Rüschen-Hemd...? Also bitte.....das war kurz vor dem Würgereiz!



9. Ungarn


MUSIKALISCHER HAMMER, das Mädel. Erstaunlich reduzierter, aber sehr moderner Look, der gut zum Titel paßte.




10. Moldavien


Na nur gut, daß Studiolichter so heiß sind, sonst hätte sich die gute Frau garantiert die Eierstöcke verkühlt.



11. Bosnien Herzegovina



Hat schonmal jemand was vom "armen Sithar-Spieler" gehört? Dann entweder "Moulin Rouge" anschauen oder aber den bosnischen Beitrag. Das Mädel in Muttis ausrangierter Gardine fällt bewußtem Sithar-Spieler am Ende des Songs halb ohnmächtig in die Arme - das brauchte echt keiner.



12. Georgien



Super Musik! Rote und schwarze Outfits, aber ein Abendkleid zu derart powergeladenen Rhythmen war etwas daneben.... Frisur & Make up leider sehr bieder.




13. Rumänien



Putzig, die Jungs! Morgen hol ich die Bluse mit den Puffärmeln aus dem Schrank.



14. Mazedonien



Kürzer ging das Kleid wohl nicht? Wahrscheinlich mußte die Kostümbildnerin unten noch ein Stück abschneiden, was sie dann der Tänzerin um den Kopf gebunden hat, damit die widerum ihre Haare dem Tanzpartner nicht um die Ohren hauen mußte.




15. Slovenien


Bad Hair Evening, sag ich nur... da nützte auch die "großartige" Showeinlage a la "E.T." mit Taschenlampe in der Handfläche nix mehr...ich lache jetzt noch.




16. Lettland


Der Kommentator sprach mir aus der Seele "Die italienisch singenden Sargträger aus Lettland".



17. Finnland



Meine NUMMER 1 in Sachen Bühnenlook. Super Frisur, perfektes Make up und daß die Sängerin eigentlich ganz schön drall ist, hat man gar nicht bemerkt...darüberhinaus auch einer meiner favorisierten Titel.




18. Schweden


Glamrocker in tollen Kostümen und mit guten looks, passend zum Titel. Allerdings hätte der Sänger sein Jäckchen nicht unbedingt ausziehen müssen - so sch
ön war die Hühnerbrust nämlich nicht.



19. Deutschland



Roger, Du deutsche Grand Prix-Hoffnung. da kommt endlich mal einer, der es versteht, sich zu kleiden, der gesegnet ist mit einer grandiosen Stimme, der swingt, daß sich die Balken biegen und was macht Europa? Habt Ihr denn alle keine Ohren?
Ab morgen wird die Roger Cicero-CD im Auto noch lauter aufgedreht und ich werde noch lauter mitsingen...bis es auch der Letzte (zumindest in Thüringen) weiß! Jawohl!!!



20. Spanien



Bewährtes Boygroup-Konzept, das nicht aufging... und zum wiederholten Male frage ich mich, was die Hairstaylisten hinter der Bühne mit all den Backroundgirls angestellt haben - kann es sein, daß Wella als einer der Sponsoren zu viel Haarspray angeliefert hatte???

21. Litauen

Da war so langweilig, daß ich sofort vergessen habe, wie die truppe aussah... hätten gleich alle hinter ihrem Schattenvorhang bleiben können.
22. Frankreich
Was bitte war das? Ne Plüschkatze auf der Schulter???

Aber wir wollen mal nicht so sein. Kleidungstechnisch trés chic..musikalisch für mich eher voll daneben.



23. England



Mit ihrem Look gehört die Band auf alle Fälle auf die vorderen Plätze. Supersüße Stewardessen und eine perfekte Choreographie. Leider will keiner mehr Stock-Aitken-Waterman-Verschnitte oder Barbie-Girl-Grütze hören.



24. Irland



Also neeeeee.... das ist das Gleiche, als wenn Roger Cicero in Dirndl oder Lederhose aufgetreten wäre. Verdient auf dem letzten Platz gelandet.

Sämtliche Bilder und auch Videos findet Ihr, wenn Ihr HIER klickt. Viele Titel sind -dank moderner Studiotechnik- wirklich viel besser, als live in Helsinki auf der Bühne performt. Und auch Haare und Make up der Akteure sind in den Videos oftmals um ein Vielfaches schicker!

Alle Fotos von www.eurovision.de




mariasimoneidejhs

Wednesday, May 2, 2007

Galileo Mystery

Wenn man seit einiger Zeit am Freitag Abend um 22:20 uhr auf Pro 7 schaltet, kann man sich eine Doku-Serie mit Namen "Galileo Mystery" ansehen. In jeder Folge recherchiert Aiman Abdallah mit seinem Team ein geschichtliches Ereignis, Naturphänomen oder geht Rätseln und Sagen aus ferner und naher Vergangenheit auf den Grund.


Wie Ihr jetzt sicher ahnt, schreibe ich das nicht ganz ohne Grund. Bei 3 Folgen dieser Serie war ich nämlich als Maskenbildassistenz mit am Start. Vergangenen
Freitag konnte man die Geschichte um D'Artagnan (einer der berühmten Musketiere) und den Mann mit der eisernen Maske verfolgen.
Gedreht haben wir mit einem kleinen Team im Januar in Südfrankreich, wo wir nicht nur dem tristen grau des deutschen Winters entflohen, sondern auch noch eine herrliche Landschaft genießen konnten - wenn wir denn mal draußen gedreht haben.
Die meiste Zeit allerdings arbeiteten wir in den ehrwürdigen Mauern eines Klosters aus dem 12. Jahrhundert und waren es draußen 16-18°C, so mußten wir uns drinnen doch bei max. 8°C ganz schön warm anziehen.

In dieser Woche geht es um Wehrwölfe...neugierig?
Dann schaltet ein: Freitag, 22:45 Uhr, Pro 7.


Hier noch was zum Anschauen:




mariasimoneidejhs

Tuesday, May 1, 2007

Man lernt nie aus...


Letzte Woche Samstag - Antenne Thüringen Tunnelparty:
Zur Eröffnung der neuen Teilstrecke A4, die an Jena-Lobeda vorbeiführt, gab es am 28.04.07 eine heiße Party, die bis tief in die Nacht für viel Stimmung bei den Besuchern sorgte.
Als Bühnenprogramm hatte das neue Programm der Antenne-Thüringen-Allstars Premiere. Unter anderem hatten sich Andreas Heidenreich und Jens May im Vorfeld in den Kopf gesetzt, im neuen Programm eine Performance auf Right Said Fred einzustudieren und baten mich stylingtechnisch um Hilfe.
Denn für 3 Minuten Show Haare lassen und mit original Glatze aufzutreten, war dann doch nicht ganz nach den Wünschen der beiden Moderatoren.


Von Kollegen aus dem Maskenbildnerfach hatte ich bereits davon gehört, daß es nicht ganz ohne ist, eine Glatze herzustellen bzw. sauber zu kleben, einzuschminken, etc. Das unglaubliche Zutrauen in meine Fähigkeiten und immerwährendes Zureden sorgten dann aber dafür, daß ich zusagte, Jens und Andreas zu Glatzköpfen zu machen.

Kann ja nicht soooo schwer sein... dachte ich...
Und wie das immer so ist mit der Demut im Beruf und der eigenen Selbstüberschätzung... (nicht umsonst dauert ein Maskenbildnerstudium 3 (!) Jahre und dauerte mein Make up Artist-Lehrgang nur 3 Monate (!) ) ... aber beginnen wir am Anfang:

Wir bestellten fertige Latex-Glatzen im Maskenbilnderbedarf, incl. Kleber und Kleberlöser. Parallel dazu informierte ich mich grob, wie man die Dinger aufsetzt, zuschneidet und festklebt.
Freitag vor der Show trafen wir uns dann zu einer Maskenprobe (glücklicherweise war ich nicht so leichtsinnig, alles dirket am Showtag zu machen).
Mit reichlich Prosecco und zwei kleinen tobenden Mädchen um uns herum (die Töchter der Jungs) machte ich mich an mein Werk. Und stellte zunächst mal fest, daß das alles ja nur halb so schlimm sein könne... bis ich ein einziges Mal zu fest zog...und klatsch!.... mir die erste Glatze in ihren gumminösen Einzelteilen um die Finger und Jens um die Ohren flog (habt Ihr schonmal einen Luftballon so stark aufgepustet, bis er noch an Eurem Mund zerplatzte??? ....).
Okay... also vorsichtiger... Klappe, die Zweite:
Unter einigem Gelächter aller Anwesenden probierten wir weiter (denn immer, wenn man so eine ungeschnittene Glatze aufsetzt, die Ohren freilegt und den Rest noch nicht zugeschnitten hat, sieht das Modell original aus, wie Phantomas in seinen besten Zeiten)....
Lange Rede...gar kein Sinn (sagt meine Margot immer) - irgendwann waren die Teile zugeschnitten und warteten auf ihren Einsatz am nächsten Abend. Nach einigem Nachschlagen in schlauen Fachbüchern stellte ich dann zu meinem Entsetzen noch fest, daß man zum Einschminken der Dinger ein spezielles Make up benötigt... Franzi sei Dank, bekam ich aber das Material nach ein paar Telefonaten am Samstag dann gnädigerweise aus dem Nationaltheater Weimar ausgeliehen.

Abend des Ereignisses:
Ein Autobahntunnel... darin eine große Bühne und dahinter ein winziges Zelt mit dunklem Funzellicht, vollgestopft mit Klamotten, Catering, schwatzenden Menschen...dazwischen Andreas, Jens, die Glatzen und ich.
Nicht, daß diese Glatzen-Nummer an sich nicht schon eine Herausforderung gewesen wäre...
nicht nur, daß ich höllisch aufpassen mußte, daß die zugeschnittenen Teile beim Aufsetzen nicht zerrissen, daß der Kleber nirgendwohin tröpfelte und daß alles dort blieb, wo es war.... plötzlich ging das Licht aus. Wir saßen in völliger Dunkelheit. Ich mit Mastixpinsel in der einen und Glatzenende in der anderen Hand.

NA SUPER :-(

Lasershow... da braucht man eben Dunkelheit... SPITZE!

"Und danach seid Ihr dran Heidi", schrie eine AT-Mitarbeiterin.

GANZ GROSSES KINO... dachte ich mir und sah ein schreckliches Szenario vor mir:
die zwie Jungs während ihrer Performance, schweinerosa Badekappen auf dem Kopf, die bei einer einzigen Bewegung nach oben wegschnippen und alle lachen sich kapputt...


Mandy, ein Mädel des AT-Promotionteams sorgte dafür, daß wir in einem Transporter mit ähnlicher Funzelbeleuchtung weitermachen konnten.
Als die Gummiteile endlich halbwegs auf den Köpfen saßen, hantierte ich mit meiner geliehenen Theaterschminke umher... SCHOCK, die Zweite: der Teint zu hell..... ich wäre am liebsten weggelaufen.
Unter lautstarkem Fluchen versuchte ich alles in meiner Macht stehende, um die Glatzen einigermaßen professionell einzuschminken. Augen zu und durch eben...

Dann war es soweit:

Andreas und Jens trabten in engen Lederhosen, Muskelshirts, mit Cowboyhüten und langen Mänteln auf die Bühne...die Musik setzte ein, die Show begann und ich stand hinter der Bühne und wünschte mir, die zwei würden um Himmels Willen bloß diese Cowboyhüte auflassen...


Hiermit beuge ich mein Haupt in Demut vor der Kunst aller Maskenbildner und gelobe, mich in den nächsten Tagen und Wochen ganz intensiv damit zu beschäftigen, einen ordentlichen Glatzenkopf hinzuzaubern. Einen, bei dem keine Ränder abstehen und einen, der in der richtigen Hauptfarbe eingeschminkt wird, damit (auch wenn es nur 2 Minuten auf der Bühne sind) die nächste Glatze richtig "glatzig" aussieht.

Denn:
Trotz meines kritischen Blickes kam die Show super an - weitere Einsätze sind bereits geplant.
Und trotz offensichtlicher Kunstglatze -dilletantisch besfestigt- fanden's alle umstehenden Laien ganz großartig! Naja... ein kleiner Trost.

Immerhin habe ich auch bei diesem Job wieder viel gelernt. Und das ist nicht nur Trost, sondern auch Ansporn, weiterzumachen und dazuzulernen!

Und weil Ihr alle bis hierhin gelesen habt, gibt es jetzt zur Belohnung noch ein paar Schnappschüsse... für Eure Kritik und Ratschläge bin ich offen und dankbar !


mariasimoneidejhs