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Tuesday, March 27, 2012

Spaß mit Mati

2 Kasperköppe.... :-)
Als mich Freundin und Kollegin Jana Denzler ansprach, ob ich nicht Lust hätte, den Look zu schminken für das Shooting eines Outftis aus der Kollektion eines jungen, vielversprechenden Designers, habe ich nicht lange überlegt. Shootings mit Jana sind immer sehr kreativ in der Vorbereitung. Und auch am Set haben wir alle jedesmal sehr viel Spaß. Ich hatte Euch ja neulich HIER bereits gezeigt, dass ich mich mit einiger Bastelei auf dieses Shooting vorbereitet habe.

wie immer: Chaos nach dem
Shooting
Heute gibts ein bisschen mehr. Mathias A. Lempart ist 20, kommt aus Karlsruhe und lebt mittlerweile in Berlin. Irgendwann designte er ganz zum Spaß ein Shirt mit 3 Schnurrbärten, um die sich plötzlich alle Welt riss. Das Label Mati Stache war geboren. Es existiert seit Oktober 2010 und setzt sich aus dem Vornamen Mathias und dem französischen Begriff Moustache zusammen. Seit 2011 wird er von der Künstlerstiftung "Starke" unterstützt. 
"Mich inspiriert der Alltag und unser ständiger Versuch daraus auszubrechen. Kulturelle Einflüsse und religiöse Bausteine helfen mir dabei Mode zu gestalten, die auf humorvolle Weise zu unserem täglichen Versuch passt, erfolgreich und sexy zu wirken."

Momentan arbeitet Mati an einer Kollektion, die über das schlichte T-Shirt hinaus geht. Jedes der Stücke soll von einem anderen Team fotografisch in Szene gesetzt werden - unser Shooting war also nur eines von viele, die folgen werden.
Bis das Gesamtkunstwerk zu bewundern ist, habe ich natürlich ein paar Backstage-Schnappschüsse für Euch zusammengestellt. Bitte nicht wundern...die Outfits werden erst gezeigt, wenn die Gesamtkollektion präsentiert wird, deshalb musste ich sie unkenntlich machen.









mariasimoneidejhs

Wednesday, February 29, 2012

Kreative Phase

Jetzt wundert Ihr Euch sicher, was ich mit Zeitungspapier, Schnaps und Kunsthaar anstelle und was der Schnurrbart hier soll?
Keine Sorge, ich hab den Karneval nicht verpennt. Ich bin mitten in den Vorbereitungen für das Shooting eines jungen, vielversprechenden Designers. Ich muss ein paar Kleinigkeiten zur Komplettierung des Outfits basteln und mit Schnaps und Zeitung möchte ich das versuchen, was Paddy von I&A neulich auf ihren Fingernägeln probiert hat...ich hätt's nur gern großflächiger...auf der Haut.

Drückt mir die Daumen, dass alles klappt, wie gewünscht. Sobald es Ergebnisse gibt, werdet Ihr es hier erfahren!

mariasimoneidejhs

Sunday, January 29, 2012

Berlin Fashionweek (4)

Na, jetzt ist die Berlin Fashionweek fast eine Woche vorbei und ich eiere immernoch an der großen Zusammenfassung herum. Es wird Zeit, dass ich mein Feedback zu Tag 4 gebe:

Marcel Ostertag:
Marcel Ostertag gehört zu meinen Favorites einer jeden Berlin Fashionweek. Ich mag seine Entwürfe. Seine Kollektionen folgen immer einem roten Faden und bilden damit ein schönes Ganzes, entgegen den Sammelsurien seiner Kollegen, die mit einer Fülle diverser Modelle auf Nummer sicher gehen wollen.
Die aktuelle Kollektion beschränkt sich auf sehr gedeckte Farben...immerhin nicht nur schwarz. Ostertag kombiniert mit braun, grau, schlammtönen, silber und gold. Passend dazu wurde den Models ein wahllos aufs Augenlid geklatschter Goldglitter verpasst. Auffällig der Materialmix: Leichtes und Seidiges mischt er mit schwerer Wolle; Mattes mit Glänzendem. Angenehm homogen fürs Auge. I like!
Dietrich Emter:
Da war sie wieder, meine Verwirrung. Eben noch schwärmte ich von der wunderbaren Einheit der Ostertag'schen Kollektion und jetzt das.... von jedem ein bisschen. Die Entwürfe von Dietrich Emter sind eher puristisch und bestechen durch die Qualität ihrer Verarbeitung. Ich mag seine Blusen, die Details, die die Schnitte schlicht, aber besonders aussehen lassen. Was mir nicht gefällt, ist das Durcheinander. irgendwie mag alles nicht so richtig zueinander passen. Der silber Daunenparka zum feinen Seidenplissee, die Schwere des Rockteils zum fragilen Oberteil eines seiner Abendkleider. Da müssen wir noch ein bisschen üben...
  


Romanien Designers:
Ähnlich den baltischen Staaten taten sich auch rumänische Designer zusammen und zeigten ihre Kollektionen in Berlin. Bei Lucian Broscatean gewinnt man den Eindruck, er wolle die Hirten grüner rumänischer Wiesen neu einkleiden. Wohingegen Lena Criveanu ganz mustergültig mit traditionellen Elementen rumänischer Trachten spielt und sie wundervoll neu interpretiert. Beim Label Twenty(2)too verschmilzt männliches und weibliches zu einem schwarzen Einheitsbrei. Die Modelle wirken industriell und streng, allerdings mit einer tollen Coolness.
Twenty(2)too
Twenty(2)too
Lena Criveanu
Lena Criveanu

Lucian Broscatean


Lucian Broscatean







Minx:
"...klare Linien, ausgefeilte Schnitte, innovative Materialien..."
Einzeln oder im Komplettmix. Eva Lutz' Schnitte finde ich jetzt nicht allzu ausgefeilt. Allerdings gelingt es ihr wunderbar, die Einzelteile so miteinander zu kombinieren, daß ein tolles und durchdachtes Ganzes herauskommt. Auch sie spielt mit Pelzoptiken. Allerdings geht die mit angenehm gutem Beispiel voran und verarbeitet verantwortungsbewusst ausschließlich Fake-Leder und -pelz, wie ich direkt vom Label erfuhr. Das Pelzimitat besteht aus 64% Viskose, 28% Baumwolle, 8% Modal und wirkt dennoch täuschend echt, so dass ich mich hier sehr berichtigen muss, weil ich noch vor einigen Tagen schwer die moralische Keule geschwungen habe und Minx fälschlicherweise quasi als Tierschänder bezeichnete. Sorry Leute, aber der Pressroom der MBFW gibt auch nicht immer alle Infos her...

  

Odeur:
Cooler, schwarz-grauer Gruftlook. Alle, die gern ausschließlich schwarz tragen, aber die Wert auf ausgefallene Silhouetten legen, wird die Kollektion von Odeur gefallen. Während bei anderen Designern der schwarze Einheitsbrei gequält daherkommt, gefallen mir die Entwürfe hier wirklich gut, auch wenn es nicht wirklich etwas für meinen Kleiderschrank wäre.
  

Issever Bahri:
Nicht wirklich viel Neues, aber dem Label gelingt es, die Models auch im Bleistiftrock noch lässig cool aussehen zu lassen. So muss Mode für mich sein: den Typ der Trägerin dezent unterstreichen, ohne zu übertreiben. Very Nice!!!
   

Stefan Pelger:
Wenn ich mir die Pressefotos der Kollektion anschaue, ärgere ich mich so sehr, dass ich die Einladung zur Show an eine Freundin verschenken musste. Aber Arbeit geht ja vor Vergnügen und so hoffe ich, dass die Freundin trotzdem ihren Spaß hatte.
Ich bin fasziniert von den wunderbar sinnlich-weiblichen Silhouetten, den gelungenen Kombinationen und vor allem...diese Schluppenblusen...einfach nur toll! Der Mix aus beige, grau, rot und schwarz gibt der Kollektion als i-Tüpfelchen eine schöne Einheit. Verspielte Schleifen und Rüschen, die trotzdem selbstbewusst wirken, enge Taillen zu weitschwingenden Kurzröcken, fließende Materialien..... WOW, WOW, WOW! Allerdings fand ich den Modellook mit den Lockenwickeln irgendwie zu gekünstelt, wer hat sich das bloß ausgedacht?
  


Indian Designers:
Wenn man an indische Designer denkt, denke ich zwangsläufig an Bollywoodklänge, staubenden Farbpuder, Gruppentänze und fröhlich leuchtende Farben.... Aneeth Arora holt mich mit ihrer Kollektion ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück und erinnert mich mit ihrer Kollektion daran, dass Indien eins der ärmsten Länder der Erde ist. Nix mit farbenfrohem Bollywood. Schwarze Outfits, nur manchmal ein Fitzelchen von Fabre. Die modern interpretierten Sari-Versionen finde ich aber trotzdem sehr interessant.
Auch die Entwürfe von Kallol Datta mahnen durch die Mäßigkeit an Farbe und den Lagenlook. Allerdings finde ich die Kombination dieser Lagen und den Blau-beige-Tönen sehr gelungen.
  

Malaikaraiss:
Lässige Ready-to-wear-Styles in schwar, weiß und violett. Klare Linien, keine Schnörkel. Trotzdem weich und beweglich. Nicht mehr...ABER auch nicht weniger! Gefällt mir!
  


Noir:
Der Name - Programm. Viel schwarz, etwas grau, wenig weiß und blau. Zeitlose Schnitte, körpernahe Silhouetten. Ein Mix aus sportive-eleganten Modellen, die ihre Zeit (und Trägerin) überdauern. Mich reißt das nicht gerade vom Hocker, aber ich bin sicher, es gibt viele, die sich mit der Linie des Labels super identifizieren können. Glücklicherweise sind Geschmäcker verschieden.
  

Bildquelle: 








mariasimoneidejhs

Monday, January 23, 2012

Berlin Fashionweek (1)

Und da war se auch schon wieder vorbei... 4 Tage lang rockte die Berlin Fashionweek die deutsche Hauptstadt, präsentierten sich große und kleine Labels, deutsch wie international. Die Flut an Shows konnte da schon etwas verwirren und deshalb haben die Lästerschwester und ich im Publikum der ein oder anderen Show Platz genommen und werden Euch in den nächsten Tagen eine Zusammenfassung all dessen geben, was nach Meinung der Damen und Herren Designer so Trend wird im nächsten Herbst und Winter. Normalerweise haben wir's ja mehr oder weniger auf die Beautylooks der Models abgesehen, aber das Meiste war eher unspektakulär, so dass hier dann doch mal die Mode einen größeren Platz findet.
Und damit ein einzelner Post Euch nicht ins Wachkoma versetzt, gibt es für jeden FW-Tag einen ganzen Blogbeitrag...
Lange Rede-gar kein Sinn.... legen wir mal los mit Tag 1:

Escada Sport:
Der Name war Programm und Verpflichtung. Deshalb war wahrscheinlich auch keine klare Linie zu erkennen. Oversizejacken versus taillierte Blazer, lange versus kurze Röcke, enge versus weite Hosen. Man ging auf Nummer sicher. Eine schöne Kollektion, leider ohne besondere Highlights. Gefallen hat mir allerding der schöne "Undone"-Look auf den Modelköpfen.

1913 Berlin Cashmere:
Was man alles aus Cashmere machen kann...ich fand, da ginge noch Einiges und deshalb spare ich mir Fotos.

Lena Hoschek:
Kein Geheimtipp mehr, sondern Fashionweekliebling. Ihre Shows sind ratzfatz ausgebucht und man versucht vergeblich, noch ein Plätzchen zu ergattern. Frau Hoschek ging inspirationstechnisch zurück in die späten 40er Jahre, so mein Eindruck. Die Make ups passend-orange umflorte Augen zu dunkelroten Lippen. Was da über den Blümchenteppich flanierte, war einfach nur wundervoll, wundervoll, wundervoll!!!
  


Mongrels in Common:
"Ein Kaleidoskop von Einflüssen verschiedenster Kulturen..." sagt der Pressetext. Was auffällt, ist schwarz. Klare Linien, hochwertige Materialien, schöne Drucke. Es geht eben auch chic ohne Schnörkel. Voll meine Linie!












Dimitri:
Weiblich, sinnlich, sexy. Ein Hauch Hollywood der 40er Jahre. Schwarz, lavendel, burgunderrot. Leder, Pelz (ich hoffe instänig Fake Fur), Seide. Dicker Lidtriche zu Lockenmähnen. Me like!!


Mariusz Przybylski:
Der polnische Designer präsentierte seine Kollektion im Kaminzimmer des Hotel Adlon. Recht sparsam und unglamourös konnte man die Outfits seiner Kollektion "Digital"hautnah bewundern. Fast ausschließlich schwarz, aufwändig mit Swarowskisteinen besetzt, aber nichts, was mich vom Hocker gerissen hätte. Doch....fast. Den braunen Wollanzug mit grasgrüner Stickerei hätte ich am liebsten mitgenommen.
  


Rebecca Ruez:
Chakrendrucke auf den Innenseiten der Outfits sollen die Energiezentren der Trägerin stimulieren...Ohmmm...Na ich weiß ja nicht. Eher alles mit "ökigem" Batikeinschlag.  Nicht meins, deshalb auch keine Fotos.

von Bardonitz:
Merkwürdige Hüte, Jungs mit Lipgloss und rosa Wangenrouge, die in ihren übergroßen Kastenkleidchen aussahen, wie inszenierte Kastraten. Vieles sah recht unbequem aus, anderes wirkte sehr raffiniert, die Farbe schwarz dominierte. Obwohl nicht alltagstauglich, doch eine sehr kreative und gelungene Kollektion.



Augustin Teboul:
Huhhhh, was hat sich der Künstler da wohl bei gedacht??? Transparenz und Tiefe der Farbe...na?.... klar, Schwarz. Wie so vieles auf der diesjährigen Fashionweek.







Wood Wood:
"Königreich", so der Name der Kollektion. Für moderne Frauen und Männer, so die Designer, die den skandinavischen Look um den Norwegerpullover neu belebt haben, inspiriert sind von englischen Schuluniformen und britisch-amerikanischen Militärerbe... sieht man, finde ich. Mit kleinen Kleidchen mit weißen Unschuldsbubikrägen, Wollpullis und schönen Farben gegen die Tristess des Winters.


Christina Duxa:
Mit viel Wirbel wurde die Kollektion der Designerin in Zusammenarbeit mit Claudia Effenberg angekündigt. Zu sehen waren schicki-mickige Outfits für des reichen Papis Mustermädchen.
Charakteristisch sind edle Farben, außergewöhnliche und feine Materialien Details, soweit der Pressetext. Stimmt alles, aber die komplette Kollektion wirkt wirklich wie für die besseren Wohnviertel der deutschen Großstädte. Mir zu "bussi-bussi".

Lala Berlin:
Bad Hair Day bei den Models...deshalb bekamen alle Strickmützen auf - auch ein Statement! Mit blauem Lidschatten und rostroter Betonung sahen die Mädels allerdings etwas kränklich aus.Eine unkonventionelle Kollektion mit schönen Drucken, Flatterstoffen (auf die stehe ich momentan). Wohltuende Abwechslung gegen all das schwarz: khaki, eisblau, grau und braun mit roten Farbtupfern. 
 Bildquelle: Berlin Fashion Week




mariasimoneidejhs