Saturday, October 6, 2012

4 Jahre Maedchenstyle

Happy Birthday, Maedchenstyle!





Vor genau 4 Jahren habe ich meinen ersten Post geschrieben - damals noch in Englisch. Inzwischen habe ich entschieden, dass Google Translator das gut für mich erledigt und schreibe auf Deutsch, weil die Mehrheit meiner regelmässigen Besucher aus dem deutschsprachigen Raum kommt.

Man - was seitdem alles passiert ist.

Wir sind zurückgezogen nach Deutschland, haben uns hier in Berlin eine neue Existenz aufgebaut. Luzie spricht mittlerweile besser Deutsch als Englisch, Mia sowieso - die hat ja damals noch gar nicht richtig gesprochen. Luzie war damals fast 7 und wird nun 11, Mia war 1 1/2 und ist jetzt 5 1/2.
Ich war knackige 37 und habe nun vor ein paar Tagen meinen 41. Geburtstag gefeiert... 

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und allen meinen Lesern einen ganz  herzlichen Dank aussprechen. Ich freue mich wahnsinnig über jeden Klick und vor allem über Eure Kommentare. 

Die Bloggerwelt ist wirklich ein neues Universum, dass ich durch das Schreiben dieses Blogs erst entdecken durfte. Ich bin so froh über all die Kontakte, die Inspiration und das Interesse aneinander, dass ich auf diese Weise kennenlernen durfte.

Das Bloggen hat mich gelehrt, die Dinge um mich herum ganz anders wahrzunehmen. Ich habe das Gefühl ich gehe wacheren Auges durch die Welt. Sehe Dinge, die mir sonst nicht aufgefallen wären. Ich kann einfach nicht ohne...


Danke für Euren Besuch hier. Das ist mir das grösste Geschenk.

Alle Liebe,
Imke




mariasimoneidejhs

Friday, October 5, 2012

Fundstück

Quelle: Superpunch
Kurz vor dem Wochenende nach einer recht ruhigen Blogwoche wollte ich wenigstens ein kleines Lebenszeichen von mir geben. In den Weiten des Internet ist mir das hier vor die Füße gefallen. Als Halloweenkostüm gedacht, fand ich es für alle Schminkfans super. Picasso, Warhol und Lichtenstein als Make up Look - und zwar richtig gekonnt, wie ich finde!

Was sagt Ihr?

Euch ein gemütliches Wochenende - kuschelt Euch bei dem Sauwetter da draußen ein und lest doch mal wieder ein richtig tolles Buch. Empfehlungen findet Ihr z.B. HIER. ;-)

Alles Liebe
Eure Schminktante


mariasimoneidejhs

Zur Mami mutiert!


"Wenn ich irgendwann nur noch Mutter bin, sagst Du mir aber bescheid, ja?" Während meiner Schwangerschaft hatte ich meine Freundin gebeten, nicht zuzulassen, dass ich eines Tages nur noch in praktischen Klamotten mit praktischen Schuhen über die Konsistenz von Babykacke referieren würde.

 
Ich wollte so bleiben, wie ich bin. Mütter waren für mich Frauen, die einst gut ausgebildet im Berufsleben der Männerwelt die Stirn boten, die sich aber mit der Geburt ihres Kindes dafür entschieden, fortan mit ungewaschenen Haaren und im Schlafanzug zu Hause zu sitzen und sich die Augenbrauen zuwachsen zu lassen. Keine Zeit für Kaffee, Kino, Freundinnen. So würde ich nicht werden! Ich nicht! Ich nahm mir vor, ganz normal weiterzuleben.


Wenn ich heute nach knap zwei Jahren als Mutter Bilanz ziehe muss ich zugeben, dass es Zeiten gab, in denen man mich meistens zu Hause und meistens in Trainingshose antraf, und in denen ich außer Babythemen nicht wirklich Interessantes zu berichten hatte. Über meinen Plan "ganz normal weiterzuleben" könnte ich mich heute kaputtlachen (süß, haha!), aber insgesamt ist doch einiges von der alten Mia übriggeblieben. Meine Freundin ist da wohl anderer Meinung und kommt nun meiner damaligen Bitte nach. Sie erklärte mir kürzlich, sie sei wirklich enttäuscht, denn von mir hätte sie nicht gedacht, dass ich zu einem solchen Muttertier mutieren würde. Seufz, ich muss ja bloß schon Chef, Mann und Sohn gerecht werden. Jetzt hab ich auch noch meine Freundin enttäuscht.

 
Meine Freundin ist Single ohne Kind. Sie vermisst die Zeiten, in denen wir beide auf einer Party noch einen letzten Drink im Sonnenaufgang genommen haben, bevor wir nach Hause gingen um uns den ganzen Sonntag über gründlich auszuschlafen. Sie macht das immernoch, allerdings jetzt mit anderen Freundinnen und nicht mehr mit mir. Früher hatte ich Spaß daran, am nächsten Tag die Vor- und Nachteile der jeweiligen Abendbegleitung ausführlich zu bequatschen. Heute finde ich das total langweilig. Da sitze ich mit meinem Sohn in einem Berg von Legosteinen auf dem Fußboden, während ich mir am Telefon Geschichten über einen One-Night-Stand anhöre. Das kommt mir so unwirklich vor.

 
Ist es spießig von mir, dass ich mir wünsche, meine Freundin hätte auch Mann und Kind?

Sie ist meine Freundin. Irgendwie habe ich das Gefühl, ich bin es ihr schuldig, dass ich hin und wieder zu Besuch in ihr Leben komme. Andererseits: Muss ich, um eine gute Freundin zu sein alle paar Wochen mit ihr eine Nacht durchfeiern auch wenn ich darauf überhaupt keine Lust habe, ? Oder muss sie sich vielleicht nach mir richten, weil das für sie viel einfacher ist, denn sie muss sich nicht mit ihrem Mann absprechen, ggf. einen Babysitter organisieren und am nächsten Morgen trotzdem um 7: 00 Uhr aufstehen.

 
Einmal mehr seit ich eine Mutter bin, muss ich einen Kompromiss finden. Bloß: Wo liegt die goldene Mitte zwischen Partynächten und Spielplatznachmittagen? Müssen wir beide im Wechsel Dinge tun, auf die wir keine Lust haben, oder gibt es einen Kompromiss, der für uns beide in Ordnung ist?


Gelegentlich treffen wir uns zum abendessen bei uns zu Hause, wenn der Sohn schon im Bett ist. Manchmal sitzen wir dort bis spät in der Nacht. Diese Abende finde ich super. Sie scheint damit nicht zufrieden zu sein. Wenn sie mit mir ausgehen will, dann will sie von Mann und Kind nichts hören. Sie will das ganz beiseite schieben. Sie will mich für sich alleine haben.

 
Der Punkt ist: ich bin glücklich in meiner Vater- Mutter-Kind-Welt. Mir fehlt nichts. Nur meine Freundin manchmal...


Kennt Ihr das auch? Oder kennt ihr vielleicht die andere Perspektive?


Eure Mia


mariasimoneidejhs

Wednesday, October 3, 2012

Beauty is where you find it: Heimat

Heute geht es bei Luzia Pimpinella wieder los: "Beauty is where you find it" hat diese Woche das Thema "Heimat".
Da ich gerade fern der Heimat bin, musste ich aus meinem Foto-Archiv schöpfen.
Es gibt mehrere Orte, die mir in meinem Leben schon Heimat waren.

Eine Heimat, die mir immer bleiben wird ist Norderney. Dort habe ich zwar nie gelebt, aber seit ich lebe - bis auf wenige Ausnahmen - habe ich jedes Jahr dort Urlaub gemacht. Erst mit meinen Eltern, dann mit Freunden und jetzt mit meiner eigenen Familie.


Meine aktuelle Heimat Berlin, genauer gesagt Prenzlauerberg. Hier leben wir seit 3 Jahren - vorher war es Mountain View in Kalifornien, davor Hamburg und davor Frankfurt am Main.
Wer weiß wie lange wir hier bleiben. Ich bin schon so oft umgezogen in meinem Leben. Aber mir gefällt es hier sehr!



Ein weiterer Ort, der mir Heimat ist, ist Oldenburg. Dort bin ich aufgewachsen. insbesondere dort natürlich mein Elternhaus. Das wird sich wohl auch vorerst nicht ändern.



Alles Liebe,
Imke


mariasimoneidejhs

Monday, October 1, 2012

Vergiss die Mütze nicht!! Sonnencreme, Mütze, Schuhe- ist das immer nötig?

Mama Mia und Papa rockt: Zwei Blogs-zwei Meinungen?
Bei diesem Wetter braucht mein Sohn eine Mütze! Das ist doch selbstverständlich. Jedenfalls für mich, aber ich wohne ja nicht alleine.

In unserem Haus wohnen drei Personen: Ein Kind, ein großer Spaßmacher und eine Gouvernante. Ich bin- genau! Richtig geraten!

Ich habe keine Ahnung, wie ich zu dieser Rolle gekommen bin. Ausgerechnet ich, die ich früher in der großen Pause immer ohne Jacke rausgegangen bin, weil Jacken auch bei Minusgraden viel zu uncool waren. Ich, die ich meine Mütze höchstens so lange auf dem Kopf behielt, wie meine Mutter mich noch im Blick hatte. Ausgerechnet ich laufe in den letzten Tagen jeden Morgen meinem Mann und meinem Sohn hinterher und schimpfe, weil das Kind keine Mütze auf dem Kopf hat. Und das ist noch längst nicht alles, was die Gouvernante zu bemängeln hat. Die fehlende Mütze war im Sommer der fehlende Sonnenhut. Und die fehlende Sonnencreme. Ich schalte mich auch regulierend bei zuvielen Süßigkeiten ein, bei zu viel Fernsehen und bei zu wenig Trinken. Ich mahne zum Ins-Bett-Gehen und bestehe aufs Zähneputzen. Ich bin zuständig für die Einhaltung einer Menge von Regeln. Regeln müssen schließlich sein, oder?

"Wenn man sich stur auf Regeln beruft, dann erlangt man nie eine persönliche Art der Autorität", sagt Jesper Juul. "Man ist nichts weiter als ein Polizist, der die Einhaltung der Regeln kontrolliert." Oder eben eine Gouvernante. Sag ich doch.

Es kommt also darauf an, wie ich die Regeln meinem Sohn (und meinem Mann) gegenüber verkaufe?

Jesper Juul sagt nämlich auch: "Kinder brauchen Führung. Sie sind gleichwertig, aber nicht gleichberechtigt."

Meine Regeln sind also grundsätzlich ok, aber ich darf mich nicht stur auf die Regeln berufen, sondern muss auch rüberbringen, warum die Regeln wichtig sind. Ja, warum denn? Warum muss die Mütze sein? Und der Sonnenhut? Und die Sonnencreme?

Regeln sind nicht gleich Regeln. Kinder müssen spielen, entdecken, erforschen. Dazu gehört auch mal ein blutiges Knie, auch wenn es für Mama schwer zu ertragen ist. Der Spaß hört auf, wenn es gefährlich für das Kind und/oder andere wird. Da werden Regeln zu Schutzvorschriften und sind nicht verhandelbar.

Gehört also nun das Tragen einer Mütze, die Zu-Bett-Geh-Zeit und das Zähneputzen zur Gruppe der Schutzregeln? Oder übertreibe ich es und stelle viele Regeln doch nur um der Regeln willen auf, oder weil die Übermutter in mir sich so schrecklich ängstigt? Muss ich mich einfach mal locker machen und hier und da fünfe gerade sein lassen?

Mein Mann (der große Spaßmacher) sieht die Dinge lockerer. Mütze? Ach, wir sind doch bloß ganz kurz draußen. Es ist aber auch einfach, die Dinge nicht so genau zu nehmen, wenn man nicht derjenige ist, der mit den Konsequenzen leben muss. Fiebert der Sohn am nächsten Tag, weil er nicht warm genug angezogen war, dann bin ich diejenige, die statt ins Büro zu gehen am nächsten Tag am Krankenbett sitzen muss. Und ist der Sohn zu spät im Bett gewesen, sind es meine Nerven, an denen den ganzen nächsten Nachmittag ein unausgeschlafener Knatschibald zerrt. Wenn ich daran denke, kann ich einfach nicht anders. Manche Dinge sind banal, aber wichtig.

Regeln sind anstrengend für alle Beteiligten. Eine Mittelohrentzündung aber auch. Grund genug, Mütze &Co. für absolut notwendig zu erklären. Mag man mich auch für eine Gouvernante halten...

Eure Mia

Und was sagt Papa rockt? Hier nachlesen!


mariasimoneidejhs