Thursday, January 31, 2013

Milchpumpe von Medela zu gewinnen


Swing
(c) Medela
Als Mutter eines Neugeborenen ist man Entbehrungen gewöhnt. Müde und abgekämpft winkt man nur noch nachsichtig lächelnd ab, wenn Freundinnen fragen, ob man Lust auf Kino hat.


Mein Sohn war neun Wochen alt, als ein Ereignis anstand, das mich zum ersten Mal wieder unter die Lebenden bringen sollte: Karneval!
Als geborene Rheinländerin fange ich automatisch an, in den Knien zu wippen, sobald ich einen Ton Karnevalsmusik höre. Wenn das Spektakel los geht, bin ich jedes Jahr dabei.
Nun war ich aber zum Zeitpunkt meines ersten Karnevals als Mutter nicht nur müde- das wäre nicht das Problem gewesen. Ich war auch Milchbar für meinen Sohn. Öffnungszeiten 24/7. Ich war also zu Hause gefangen.

Zum Glück gibt es für jedes Problem eine Lösung. In meinem Fall: Eine Milchpumpe. Zwei Wochen vor Karneval legte ich mir eine Milchpumpe zu. 
Frohen Mutes ging ich ans Werk. Wollte schnell mal eine Flaschenportion abpumpen. Aber zu meinem Erstaunen hatte ich nach einiger Zeit mit Mühe und Not gerade mal 30ml abgepumpt. 
Ich war ein wenig erstaunt. Milch hatte ich nämlich eigentlich immer genug. Am Anfang war die Milch überall. Wir hatten sogar Milchflecken auf unserem Parkettboden. Ich habe rückblickend keine Ahnung, wo die her kamen, schließlich bin ich ja nicht den ganzen Tag oben ohne rumgelaufen…Vor allem war die Milch immer auf meiner Kleidung und sprießte mit Vorliebe dann, wenn die Stilleinlagen mal wieder nicht da hielten, wo sie sollten. Aber wenn man einmal ein bisschen abpumpen will, geht nix? Komisch!

Ich hatte gelesen, dass es besser klappt, wenn man ein Bild von seinem Kind dabei ansieht. Leider hat auch das nicht funktioniert. Beim nächsten Mal schnappte ich mir den Sohn, setzte ihn vor mich und als der dann auch noch anfing, fröhlich vor sich ihn zu quaken, da lief die Milch plötzlich :-)
Mein Mann, der bei diesem Spektakel nie zusehen durfte (er liebt meine Brüste und das soll auch so bleiben- die Veränderungen während der Schwangerscahft waren schon verwirrend genug für ihn ;-)), hat immer seine Witzchen darüber gemacht und es wenig elegant so ausgedrückt: "Du brachst den Sohn als Wichsvorlage!"

Mit ein bisschen Übung klappte es aber auch ohne den Sohn hervorragend und schon bald reihten sich in unserem Tiefkühlfach die Milchportionen. Freiheeeiiit!

Na schön, so richig frei ist man als frischgebackene Mutter nie. Das ist auch gut so. Ein Baby braucht anfangs vor allem eine feste Bezugsperson. Eine zweite und später weitere Bezugspersonen kommen erst im Laufe der Zeit dazu. Anfangs können Babys nur eine einzige Hauptbezugsperson zuordnen (so zumindest gängige Theorie der Bindungsforschung). Dass das über das Stillen in der Regel die Mutter ist, hat die Natur doch gut eingerichtet. Für mich fühlte sich das immer richtig an, auch wenn schmerzende Brustwarzen und ähnliche Probleme das Stillen für mich nie zu einem reinen Vergnügen gemacht haben. Stillen ist auch sehr anstrengend, aber in meinen Augen ist es das Beste fürs Kind und damit die Anstrengung wert. Aber keine Mutter ist eine schlechte Mutter, weil sie sich gegen das Stillen entscheidet. Zu manchen Frauen scheint es einfach nicht zu passen. Dann ist es doch besser, entspannt Flaschenmahlzeiten zu genießen, als dass sich genervte Mutter und schreiendes Baby quälen müssen.

Manchmal brauchte ich einfach eine Pause. Das Abendessen mit den Mädels, eine Veranstaltung mit der Firma, oder eben Karneval. Die Milchpumpe verschaffte mir zumindest ein bißchen mehr Freiheit.

Die neue Freiheit habe ich sofort ausgiebig genossen. Ich habe ja immer so ungern in der Öffentlichkeit meine Brüste ausgepackt habe. Mit einem Neugeborenen ist das aber so. Kaum ist man irgendwo angekommen, hat das Kind schon wieder Hunger. Ich fand es so viel eleganter, nun anstatt der Brust einfach eine Flaschenportion auszupacken. Ich konnte mein Kind mit Muttermilch versorgen, ohne  dass alle meine Brüste sehen! Super! Meinem Sohn war das völlig gleichgültig, woher die Nahrung kam. Der wechselte problemlos zwischen Brust und Flasche. Solange die Milch nur floss, war seine kleine Welt in Ordnung.


Im Nachhinein habe ich das mit der Freiheit vielleicht ein kleines Bisschen überrissen. Einmal gingen wir mit Freunden essen. Als der Sohn anfing, unruhig zu werden, packte ich meine Flaschenportion aus. Leider konnte ich die dem Sohn nicht einfach ganz dezent verpassen, denn sie war ja noch gut gekühlt. Also fragte ich die Kellnerin nach einem Glas heißen Wasser und wärmte darin die Milch auf. Damit war alle Aufmerksamkeit natürlich ganz auf dem Fläschchen, das da mitten auf dem Tisch stand. Erst zu Hause fiel meinem Mann und mir auf, dass es ja vielleicht für unsere Freunde gar nicht so appetitlich war, meine Körperflüssigkeiten beim Essen zu betrachten. Unsere Freunde ließen sich nichts anmerken, aber ich wette, die machen zu Hause bis heute ihre Witze darüber. Aber sie gehen bis heute regelmäßig mit uns essen, also war es vermutlich nicht allzu verstörend.


Meine Milchpumpe und ich sind sehr gute Freunde geworden. Ich glaube, ohne diese Pumpe, die mir hier und da etwas Ausgang verschafft hat, hätte ich das Stillen früher aufgegeben. Oft war es auch so, dass ich rechtzeitig zum Stillen wieder zu Hause war, aber mit der Milch im Tiefkühlfach, konnte ich einfach beruhigter das Haus verlassen, denn ich wusste, mein Sohn wird nicht verhungern wenn ich weg bin. 

Nur den ersten großen Einsatz der Milchpumpe habe ich vermasselt. Am Karnevalssamstag machte ich mich mit meiner besten Freundin um 20:00 Uhr auf den Weg. Kreuzunglücklich fand ich mich auf einer Karnevalsparty wieder. Um mich herum fröhliche Menschen, aber ich konnte das nicht genießen. Ich habe mein Baby so vermisst. Irgendwann fing ich sogar an, zu weinen (dabei finde ich Weinen in der Öffentlichkeit noch viel unpassender als Stillen in der Öffentlichkeit). Kurz vor 22 Uhr war ich wieder zu Hause. Wenige Minuten später stand mein Mann lachend vor einer etwas aufgelösten aber glücklichen Pipi Langstrumpf, die auf dem Sofa ihr Baby stillte. 

So, und weil ich ein bekennender Milchpumpen-Fan bin, freue ich mich, Euch heute ein super Gewinnspiel anbieten zu können:


Die Firma Medela stellt mir zur Verlosung die elektronische Milchpumpe "Swing" inklusive Muttermilchsauger "Calma" zur Verfügung. Sie macht Euch das Leben leichter :-)


Schreibt mir einfach Eure Meinung zum Thema Stillen/Milchpumpen. Stillt ihr, habt ihr gestillt, oder habt ihr Euch für die Flasche entschieden? Was sind Eure Erfahrungen?
Ich möchte das nicht zur Teilnahmebedingung machen, aber die die Firma Medela freut sich über Likes auf ihrer Facebook-Seite natürlich genauso wie ich auf meiner. Das Gewinnspiel endet am 10.02.2013. Dann werden der Sohn und ich wieder den Gewinner ziehen.
Viel Erfolg!
Eure Mia





mariasimoneidejhs